#LeaveNoOneBehind
#SaveThem
Sonntag 29.3. | 16–18 Uhr
Wir können nicht gemeinsam auf die Straße – aber wir machen trotzdem gemeinsam mit euch weiter politisch Druck! Wir starten die erste interaktive Seebrücke Online Demo.
#LeaveNoOneBehind
#SaveThem
Wir können nicht gemeinsam auf die Straße – aber wir machen trotzdem gemeinsam mit euch weiter politisch Druck! Wir starten die erste interaktive Seebrücke Online Demo.
Wir erleben eine beispiellose menschenrechtliche, gesundheitliche und politische Katastrophe. Angesichts der weltweiten Corona-Pandemie müssen wir mehr denn je solidarisch handeln und jene unterstützen, die von dieser Katastrophe besonders schwer betroffen sind. Das sind unter anderem Alte, Arme, Obdachlose, Immunschwache und auch geflüchtete Menschen an unseren Außengrenzen.
Wir wollen, dass das Thema der katastrophalen humanitären Situation an der EU-Grenze in Griechenland am Montag früh nach der Kommunalwahl in München sichtbar wird.
Es gibt eine Plakatreihe der Seebrücke München zur aktuellen Situation in Griechenland. Diese Plakate wollen wir am Sonntag Abend auf Plakatständer von solidarischen Parteien kleben.
Wir haben bei der Planung der heutigen Protestkundgebung darüber diskutiert, ob das griechische Konsulat heute die richtige Adresse ist, da die momentane Situation in Griechenland Versagen der gesamten Europäischen Union ist.
Wir haben uns jedoch für diesen Ort entschieden, da wir in der konkreten Situation gerade griechische Grenzschützer*innen und ein Versagen griechischer Behörden und Politik auf Lesbos sehen, welches einen rechtsfreien Raum geschaffen hat. Dies führt zu Gewalt gegen Menschen die sich nicht auf die Seite der Aggressoren stellen, Flüchtende, NGOs, Journalist*innen und Freiwillige (welches natürliche Anwohnende miteinschließt). Sinnbildlich dafür hat die Regierung eigenmächtig das Recht auf Asyl für einen Monat ausgesetzt. Aus diesem Grund richtet sich unser Protest heute Abend im Speziellen gegen die griechischen Verantwortlichen, aber natürlich nicht nur. Die derzeitige Situation ist ein komplett Versagen der Europäischen Union, welchem der Weg durch Mechanismen wie dem Dublin System und dem sog. Türkei Deal geebnet wurde.
Die Seebrücke ruft bundesweit zu Protesten gegen die mörderische Abschottung der EU auf! Derzeit finden täglich unerträgliche Menschenrechtsverletzungen an der griechischen EU-Außengrenze statt.
In München findet eine Protestkundgebung statt am 3.3.20 um 18:30 vor dem griechischen Konsulat in der Möhlstraße 22 (Bogenhausen, Nähe Friedensengel)
Im Vorfeld der sogenannten „Münchner Sicherheitskonferenz“ bekannten sich einige Monumente und Statuen in München auf Plakaten und mit orangenen Schals zu Solidarität und Menschenrechten!
Redebeitrag der Seebrücke München auf der Demo „Für ein Ende der Gewalt“ gegen die „Münchner Sicherheitskonferenz“ am 14.2.2020
Während sich im bayerischen Hof Staats- und Regierungschef*innen, Despoten und Abgesandte aus Kriegs- und Krisenländern treffen, um ihre wirtschaftlichen und geopolitischen Interessen zu verhandeln, wird das Leid und das Sterben in eben diesen Krisen- und Kriegsregionen – ob in der Sahara, im Mittelmeer oder an anderen Grenzen – bewusst ignoriert und kommentarlos hingenommen.
Tatsache ist: das Mittelmeer, unsere europäische Außengrenze, bleibt die tödlichste Grenze weltweit – und daran will die sogenannte “Werteunion Europa” auch erst mal nichts ändern.
Acht Bundesländer und unzählige Kommunen, darunter auch München, haben sich bereit erklärt, Menschen aus den griechischen Lagern aufzunehmen. Aber das Bundesinnenministerium und allen voran Horst Seehofer blockieren dies mit der immer gleichen Begründung, dass keine Alleingänge möglich seien. Diese Ausrede ist makaber und führt dazu, dass Menschen weiter leiden müssen.
WIR FORDERN ein Ende der Blockade durch das BMI
WIR FORDERN die sofortige Aufnahme von Kindern und Jugendlichen
WIR FORDERN ein Ende des Hotspotsystems und einhergehen die sofortige Evakuierung der Lager
WIR FORDERN endlich kommunale Aufnahme zu ermöglichen, denn
Die Situation für Geflüchtete auf den griechischen Inseln ist nach wie vor dramatisch. Die Menschen müssen unter schlimmsten Bedingungen und zunehmend schlechtem Wetter in völlig überfüllten Lagern ausharren. Darunter tausende Kinder und Jugendliche. Laut PRO ASYL machen sie derzeit mehr als ein Drittel der Geflüchteten aus. Weiter heißt es, dass 60 Prozent dieser Kinder unter 12 Jahre alt sind.
Die Caritas, genauso wie PRO ASYL, die Landesflüchtlingsräte und der Bundesfachverband unbegleitete minderjährige Flüchtlinge e.V. fordern ausdrücklich die Evakuierung der Lager, insbesondere von Kindern und Jugendlichen. Doch das Bundesinnenministerium blockiert dies. Ein Vorstoß des niedersächsischen Ministerpräsidenten Pistorius wurde, mit der immer gleichen Begründung, dass keine Alleingänge möglich seien, von Horst Seehofer abgelehnt. Zeitgleich bekunden sieben Bundesländer und mindestens 15 Kommunen, dass sie freie Kapazitäten in ihren Unterkünften hätten und sofort bereit wären unbegleitete Kinder und Jugendliche aus Griechenland aufzunehmen.